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125004/03/2003

Die Stellung des Gebets im Islam

Frage: 33694

Könnten Sie bitte die Stellung des Gebets im Islam erläutern?

Lob sei Allah, und Frieden und Segen sei auf dem Gesandten Allahs und seiner Familie.

Das Gebet hat eine hohe Stellung im Islam, die von keiner anderen Anbetung erreicht wird. Dies wird durch folgende Punkte verdeutlicht:

Erstens: Das Gebet ist das Fundament der Religion, ohne dass sie nicht bestehen kann.

Im Überlieferten Hadith von Mu'adh ibn Jabal -möge Allah mit ihm zufrieden sein- sagte der Gesandte Allahs -Allahs Segen und Frieden auf ihm-: „Soll ich dich über den Gipfel aller Dinge, ihren Grundstein und ihre Spitze informieren?“ Mu'adh sagte: "Ja, o Gesandter Allahs." Der Prophet (Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: "Der Gipfel aller Dinge ist der Islam, ihr Grundstein ist das Gebet und ihre Spitze ist der Jihad." Überliefert von At-Tirmidhi (2616) und wurde von al-Albani in „Sahih At-Tirmidhi“ (2110) als authentisch eingestuft.

Zweitens: Das Gebet folgt unmittelbar auf das Glaubensbekenntnis, um so ein Beweis für die Richtigkeit des Glaubens und seine Unversehrtheit zu sein und als Beweis für die Wahrhaftigkeit in dem, was im Herzen ist.

Der Gesandte Allahs -Allahs Segen und Frieden auf ihm- sagte: „Der Islam wurde auf fünf Säulen errichtet: dem Zeugnis, dass es keinen Gott gibt außer Allah und Muhammad Sein Diener und Gesandter ist, dem Verrichten des Gebets, dem Entrichten der Zakat, der Pilgerfahrt nach Mekka und dem Fasten im Ramadan." Überliefert von Al-Bukhary (8) und Muslim (16).

Das Verrichten des Gebets bedeutet, es gemäß seinen Worten und Handlungen zur festgesetzten Zeit vollständig auszuführen, wie es im edlen Quran erwähnt wird: „Das Gebet ist den Gläubigen zu bestimmten Zeiten vorgeschrieben.“ [An-Nisa:103]

Drittens: Das Gebet hat eine besondere Stellung unter allen anderen gottesdienstlichen Handlungen, aufgrund der Stellung ihrer Pflicht.

So wurde kein Engel dafür auf die Erde herabgesandt. Vielmehr wollte Allah Seinem Gesandten Muhammad -Allahs Segen und Frieden auf ihm- die Ehre gewähren, zur Himmelfahrt aufzusteigen und direkt von seinem Herrn das Gebet als Verpflichtung zu erhalten. Dies ist etwas, das dem Gebet unter allen anderen Gesetzen des Islam vorbehalten ist.

Das Gebet wurde drei Jahre, in der Nacht der Himmelfahrt, vor der Auswanderung verpflichtend gemacht.

Es wurden fünfzig Gebete vorgeschrieben, dann wurde ihre Anzahl auf fünf reduziert, während der Lohn der fünfzig Gebete für die fünf Gebete bestehen blieb. Dies zeigt die Liebe Allahs zum Gebet und seine erhabene Stellung.

Viertens: Durch das Gebet tilgt Allah Sünden.

Al-Bukhary (528) und Muslim (667) überlieferten, über Abu Huraira – und ebenso im Hadith von Bakr-, dass der Gesandte Allahs -Allahs Segen und Frieden auf ihm- sagte: „Was meint ihr, wenn bei jemandem ein Fluss vor seiner Tür ist, und er würde sich in diesem Fluss fünfmal am Tag waschen. Würde auf seinem Körper noch irgendein Schmutz übrigbleiben?“ Sie sagten: „Nein, es würde nichts davon übrigbleiben.“ Der Prophet -Allahs Segen und Frieden auf ihm- sagte: „So ist es mit den fünf Gebeten. Allah löscht dadurch die Sünden aus.“

Fünftens: Das Gebet ist das Letzte, was von der Religion verloren geht. Wenn es verloren geht, geht die gesamte Religion verloren.

Jabir Ibn 'Abdillah -möge Allah mit ihm zufrieden sein- berichtete, dass der Gesandte Allahs -Allahs Segen und Frieden auf ihm- sagte: „Zwischen einem Mann und dem Götzendienst und Unglauben steht das Unterlassen des Gebets.“ Überliefert von Muslim (82).

Daher sollte der Muslim darauf bedacht sein, das Gebet zur richtigen Zeit zu verrichten und nicht nachlässig oder gleichgültig gegenüber ihm zu sein. Allah -erhaben ist Er- sagte: „Wehe nun den Betenden.“ [Al-Ma'un:5-6]

Allah -erhaben ist Er- droht jenen, die das Gebet vernachlässigen, indem Er sagt: „Dann folgten nach ihnen Nachfolger, die das Gebet vernachlässigkten und den Begierden folgten. So werden sie (den Lohn für ihre) Verirrung vorfinden.“ [Maryam:59]

Sechstens: Das Gebet ist das Erste, worüber der Diener am Tag der Auferstehung zur Rechenschaft gezogen wird.

Abu Huraira -möge Allah mit ihm zufrieden sein- berichtete, dass er den Gesandten Allahs -Allahs Segen und Frieden auf ihm- sagen hörte: „Das Erste, worüber der Diener am Tag der Auferstehung zur Rechenschaft gezogen wird, ist sein Gebet. Wenn es gut ist, wird er erfolgreich sein. Wenn es schlecht ist, wird er versagt haben und Verlust erleiden. Wenn etwas von seinem verpflichtenden Gebet fehlt, sagt der Herr, er solle sehen, ob er freiwillige Gebete hat, um damit zu ergänzen, was ihm von den Pflichtgebeten fehlt. Dann werden die anderen Handlungen in ähnlicher Weise behandelt.“ Überliefert von An-Nasai (465) und At-Tirmidhi (413) und von al-Albani in „Sahih al-Jami“ (2573) als authentisch eingestuft.

Wir bitten Allah, uns beim Gedenken an Ihn, bei der Dankbarkeit gegenüber Ihm und bei guter Anbetung zu unterstützen.

Quellen: „Kitab As-Salah“ von Dr. At-Tayyar (S. 16); „Taudih Al-Ahkam“ von al-Bassam (1/371); „Tarikh Maschru'iyah As-Salah“ von al-Balushi (S. 31).

Quelle

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